Die R-Modell Geschichte
R32
Das erste BMW Motorrad entsteht unter Verwendung des bisher
an andere Hersteller gelieferten
Zweizylinder-Viertakt-Boxermotors, der jedoch quer im
Doppelschleifen-Rohrrahmen angeordnet und mit einem direkt
angeblockten Dreigang-Getriebe versehen wird. Anstelle eines
verschleißanfälligen Kettenantriebs wird die längslaufende
Antriebseinheit folgerichtig durch eine Kardanwelle mit
fettgefülltem Kegelradgehäuse am Hinterrad ergänzt. Die
weiterhin längsverripten Zylinder werden mit den
Zylinderköpfen in einem Stück gegossen und weisen stehende
Ventile (sv) auf. Die Leistungsangabe der Tourenmaschine ist
sehr zurückhaltend.
R37
Im unveränderten Fahrgestell der R32 mit
Blattfeder-Vorderradschwinge, Trommelbremse vorn und
Keilklotzbremse hinten, sitzt nun ein neuer Sportmotor. Er
weist hängende Ventile (ohv) in den verkapselten
Aluminium-Zylinderköpfen sowie Stahlzylinder auf.
R39
Die erste BMW Einzylindermaschine ist als Sportmodell
konzipiert: Verkürztes Fahrgestell, eingepreßte
Zylinderlaufbuchse im Gehäuseoberteil, Zylinderkopf von der
R37 und erstmals eine Außenbackenbremse am Kardanflansch
anstelle der Klotzbremse.
R42
Neuer Rahmen mit geraden Frontrohren und gebogener
Sattelstütze, leistungsstärkerer Motor mit querverripten
sv-Zylindern und abnehmbaren Alu-Zylinderdeckeln, neues
Kegelradgehäuse mit Ölschmierung und Seitenwagenanschluß,
Kardanbremse.
R47
Das Sportmodell mit ohv-Motor bekommt ebenfalls das
geänderte Fahrgestell. Verwendet werden nun Grauguß-
Zylinder, ein Zweischieber-Vergaser ersetzt die komplizierte
Dreischieber-Konstruktion.
R52 / R62
Neue Zylinderdimensionen für den 500 ccm V-Motor erlauben
die Ableitung einer zusätzlichen 750er Version. Neu sind
auch das verstärkte Getriebe, die vergrößerte Bremstrommel
im Vorderrad und spiralverzahnte Kegelräder am
Hinterradantrieb.
R57 / R63
Für das Halblitermodell wird der unveränderte R47-Motor
übernommen, der mit vergrößerter Zylinderbohrung nun auch
als kurzhubige 750 ccm-Version zur Verfügung steht und sich
ebenfalls gut zur Leistungssteigerung für den Renneinsatz
eignet.
R11
Preßstahlprofile für Rahmen und Gabelholme ersetzen die
bisherigen gemufften und verlöteten Rohre. Die stetige
Weiterentwicklung der Motoren bringt für die 5. Serie 1934
eine kettengetriebene (vorher Zahnräder) Nockenwelle sowie
zwei Vergaser.
R16
Im neuen Fahrgestell gibt es auch wieder einen
ohv-Sportmotor, der bereits für die 3. Serie 1932 mit zwei
Vergasern ausgestattet wird. 1933 erhalten beide Aggregate
käfiggeführte Rollen-Pleuellager und verstärkte
Hinterachsgetriebe.
R2
Neuer Einzylinder-Motor für die führerscheinfreie 200
ccm-Klasse in einer leichteren Version des Preßstahlrahmens.
Erstmalig gibt es am Hinterrad eine Trommelbremse, 1933
kommt ein geschlossener Zylinderkopf und 1934 mehr Leistung.
R4 / R3
Hubraumstärkere Einzylinderversionen im verstärkten
R2-Fahrgestell, gedacht als Behörden- und
Geländesportmodelle. Ab 1933 erstes BMW Viergang-Getriebe,
nach rechts versetzter Kurbeltrieb ermöglicht geradlinigen
Kraftfluß zum Hinterrad.
R12
Mit der R12 führt BMW die erste hydraulisch gedämpfte
Teleskop-Vorderradgabel im Motorradbau ein. Diese bringt
gegenüber der bisherigen Blattfeder-Schwinge eine erhebliche
Verbesserung im Komfort und in den Fahreigenschaften. Im
unveränderten Preßstahlrahmen sitzt der von der R11 her
bekannte Seitenventil-Motor, der nun wahlweise mit einem
SUM- oder zwei Amal-Vergasern geliefert wird. Neu für die
Boxer-Modelle sind das Viergang-Getriebe und die
Trommelbremse im Hinterrad anstelle der bisherigen
Kardanbremse, serienmäßig gibt es Kugelanschluüsse für den
Seitenwagen.
R17
Auch weiterhin gibt es parallel zur Tourenmaschine ein
exklusives Sportmodell mit dem leistungsstarken ohv-Motor.
Die R17 ist das teuerste deutsche Motorrad ihrer Zeit, aber
zugleich auch das schnellste Serienmodell einheimischer
Produktion.
R35
Das Nachfolgemodell der R4 behält weiterhin den
Preßstahlrahmen bei, das Vorderrad läuft jedoch nun in einer
ungedämpften Teleskopgabel. Die Mehrzahl wird an Behörden
als Ausbildungs- und Kuriermaschine geliefert.
R5
Komplette Neukonstruktion von Rudolf Schleicher: Motor mit
Tunnelgehäuse, zwei Nockenwellen, Fußschaltung am Getriebe,
Rohrrahmen aus nahtlos konisch gezogenen Ovalrohren,
verstellbare Dämpfung an der Teleskopgabel, Fußrasten statt
Fußbretter.
R6
Der schnellen Halbliter-Sportmaschine R5, dem modernsten
Motorrad seiner Zeit, wird noch eine Seitenwagenmaschine mit
neuentwickeltem sv-Motor zur Seite gestellt, der aufgrund
niedriger Drehzahlen mit einer zentralen Nockenwelle
auskommt.
R51 / R66
Nur zwei Jahre nach seiner Einführung erfährt der neue
Rohrrahmen durch den Anbau einer Geradweg- Hinterradfederung
eine entscheidende Verbesserung. Das neue Topmodell R66
erhält einen vom R6- Aggregat abgeleiteten ohv-Sportmotor.
R61 / R71
Auch das Touren- und Seitenwagen-Modell mit
seitengesteuertem 600er-Motor bekommt die Hinterrad-
federung. Eine Hubraumerweiterung auf 750 ccm führt zu einem
neuen, stärkeren Nachfolgemodell für die bewährte R12.
R20 / R23
Die Neuausgabe der 200er BMW erscheint mit einem
geschraubten Rohrrahmen, einfacher Teleskopgabel und
komplette überarbeitetem Motor. Als 1938 die
führerscheinfreie 200er Klasse ausläuft, wird der Hubraum
der kleinsten BMW auf 250 ccm erhöht.
R75
Konzipiert als geländegängiges Gespann für den
Militäreinsatz mit neuentwickeltem ohv-Motor, Getriebe mit
Gelände-Untersetzung und Rückwärtsgang, Antrieb für das
Seitenwagenrad mit Differentialsperre, geschraubtem
Rohrrahmen, Öldruck-Bremse hinten.
R24
Die Demontage der Flugmotorenwerke in München und der
Fahrzeug-Produktionsanlage in Eisenach scheint für BMW nach
dem Krieg das Ende zu bedeuten. Reparaturarbeiten und die
Herstellung verschiedenster Geräte halten das Unternahmen
über Wasser, bis Ende 1948 die Motorrad-Herstellung wieder
anlaufen kann. Im Fahrgestell der früheren R23 sitzt nun ein
modernisierter Einzylinder-Motor, ausgestattet mit
fliehkraftgeregelter Zündverstellung und auf separaten
Ständerhülsen montierten Kipphebel-Lagerböcken. Ebenfalls
neu ist das Viergang-Getriebe mit Ratschen-Fußschaltung und
ein Bing- anstelle des Amal-Vergasers.
R25 / R25/2 / R25/3
Ab 1950 gibt es einen geschweißten Rohrrahmen mit
Hinterradfederung für die motorisch etwas modifizierte
250er. Die R25/2 unterscheidet sich nur in Details, erst die
R25/3 wartet mit grundlegenden Neuerungen auf. Zur
Leistungssteigerung wird ein in seiner Länge berechnetes
Ansaugsystem eingeführt. Mit Vollnabenbremsen,
18-Zoll-Rädern und einer hydraulisch gedämpften
Teleskopgabel kommt die R25/3 als meistgebaute BMW auf eine
Stückzahl von 47700.
R51/2
Neuauflage der Vorkriegs-R51 mit neuen, geteilten
Ventildeckeln und Schraubenfedern (vorher Haarnadel-
Ventilfedern), schräggestellten Bing-Vergasern, verbesserter
Teleskopgabel und größerem Vorderrad- Schutzblech.
R51/3 / R67 / R67/2 / R67/3
Im bekannten Fahrgestell gibt es nun neue Motoren mit
zentraler Nockenwelle, die auch den Magnetzünder antreiben.
Die Lichtmaschine sitzt vorne auf dem Kurbelwellenstumpf.
1952 gibt es eine Duplex-Bremse im Vorderrad, 1954
Vollnaben-Bremsen.
R68
Äußerlich nur an den Ventildeckeln und schmalen
Schutzblechen zu unterscheiden, wartet die neue
Sportmaschine mit größeren Ventilen und Vergasern, anderer
Nockenwelle, höherem Verdichtungs- Verhältnis und
nadelgelagerten Kipphebeln auf. Die erzielten 35 PS
verhelfen der R 68 zu einer Spitzengeschwindigkeit von 160
km/h, womit sie als schnellste deutsche Serienmaschine zu
den wenigen "100 Meilen-Rennern" der fünfziger Jahre zählt
und entsprechend begehrt war.
R50 / R50/2 / R60 / R60/2
Neue Modellgeneration mit Vollschwingen-Fahrwerk, das
Hinterrad läuft in einer Langarmschwinge mit Federbeinen,
das Vorderrad in einer Schwinge nach Bauart Earles,
ebenfalls mit Federbeinen. Es werden 18-Zoll-Räder
verwendet. Die Motoren unterliegen einer stetigen
Modellpflege, und es gibt erstmals eine Tellerfeder-Kupplung
sowie ein Dreiwellen-Viergang-Getriebe mit Ruckdämpfer.
R69 / R50S / R69S
Der zunächst im neuen Fahrgestell verwendete Motor aus der
R68 wird 1960 von erheblich leistungs- gesteigerten
Aggregaten abgelöst. Am 600er-Motor verwendet man einen
Schwingungsdämpfer auf der Kurbelwelle, beide haben
Lenkungsdämpfer.
R26/R27
In einem leichteren Vollschwingen-Fahrwerk wird der
Einzylindermotor mit neuem Zylinderkopf verwendet. Bei der
R27 hat man die Zündkontakte vorne auf der Nockenwelle
montiert und den Motor vollkommen in Gummiblöcken
aufgehängt.
R50/5 / R60/5 / R75/5
Mit dem Comeback des Motorrads hat BMW eine grundlegende
Neukonstruktion der Boxermodelle parat, die bis heute in
weiterentwickelter Form im Programm ist: Leichter
Doppelschleifen-Rohrrahmen mit Hinterradschwinge und
Teleskopgabel vorne, Kurbelwelle und Pleuel gleitgelagert,
Drehstromgenerator, Batteriezündung, elektrischer Anlasser,
Unterdruck-Drosselklappen-Vergaser.
R90S / R100S
Erstes BMW Modell über 750 ccm, Hochleistungsmotor mit
Dell'Orto-Schiebevergasern. Serienmäßig mit
Fünfgang-Getriebe, Doppelscheibenbremse am Vorderrad und
Cockpitverkleidung ausgestattet. Ab 1976 mit 1000er-Motor.
R60/6 / R60/7 / R75/6 /
R75/7 / R80/7 / R90/6 / R100/7 / R100T
Weitere Entwicklungsstufen der Boxermodelle: 1973
Scheibenbremsen, Fünfgang-Getriebe und 900er-Motor, 1974
neue Ventildeckel und 1000er-Motor.
R100RS
Erstes Serienmotorrad der Welt mit serienmäßiger
Vollverkleidung zum Wind- und Wetterschutz, 1977 mit
Gußspeichenrädern, 1978 Scheibenbremse am Hinterrad, 1981
beschichtete Galnikal-Zylinderlaufbuchsen, meistverkauftes
BMW Boxer-Modell.
R100RT
Durch ein geändertes Verkleidungsoberteil entsteht aus der
sportlich wirkenden RS ein Langstrecken- Tourenmotorrad mit
hoher Windschutzscheibe und breitem Lenker für eine
aufrechte Sitzposition des Fahrers. Nivomat-Federbeine am
Hinterrad.
R45 / R65
Neu konzipierte Modelle für die 500er und 600er Klasse mit
leichteren Fahrgestellen und kurzhubigeren Motoren. Für die
Versicherungseinstufung in Deutschland wird die R45 im
Inland mit 27 PS geliefert, die R65 bekommt 1980 mehr
Leistung.
R65LS
Eine Design-Variante mit kleiner Lampenverkleidung und neuen
Leichtmetall-Rädern.
R80ST
Die Straßenversion des BMW Enduro-Modells R80G/S wartet
ebenfalls mit dem kurzen Radstand und der einarmigen
Hinterradschwinge auf. Straßenbereifung, ein kleineres
Vorderrad und eine verchromte 2-in-1- Auspuffanlage sind die
Unterschiede.
R80 / R65
Als eigenständiges Straßenmodell mit Einarmschwinge
begründet die neue R80 die weiterentwickelte BMW
Boxer-Modellreihe. Als Ablösung der kleinen Boxer steht die
neue R65 speziell für den Inlandsmarkt mit einem 27 PS-Motor
zur Verfügung.
R80RT / R100RT
Die vollverkleidete Reisemaschine wird ebenfalls wieder neu
aufgelegt, indem man die neue R80 mit der bekannten
Verkleidung ausstattet. 1987 kommt dann auch eine neue 1000
ccm-Variante ins Programm, die sich optisch kaum
unterscheidet.
R100RS
Auf vielfachen Wunsch, vor allem aus Exportländern wie
Japan, gibt es ab 1986 doch wieder 1000 ccm- Boxermotoren
von BMW im Fahrgestell der neuen R80. Zunächst nur als
Sonderserie gedacht, ist die RS wieder regulär erhältlich.
R80G/S / R65GS
Nach erfolgreich bestrittenen Geländewettbewerben kommt 1980
die erste Serienversion einer BMW Enduromaschine auf den
Markt. Sie ist nicht nur das hubraumstärkste Modell dieser
Gattung, sondern hat auch als erstes Motorrad der Welt eine
Einarmschwinge mit einem Federbein für die Hinterradführung
aufzuweisen. Nach der Überarbeitung der ersten BMW Enduro
bleibt das bisherige Fahrgestell dem 27 PS-Einsteigermodell
R65GS vorbehalten.
R100GS / R80GS
Als neues Topmodell der BMW Boxer-Reihe wartet die Enduro
R100GS mit dem leistungsstarken 1000 ccm- Motor, der durch
größere Vergaser und eine neue Auspuffanlage noch mehr
Drehmoment erzielt, in einem verbesserten Fahrgestell auf.
Ein BMW Patent ist an der Hinterradschwinge erstmals in
Serie gegange, die Paralever-Doppelgelenkschwinge schaltet
das Aufstellmoment des Kardanantriebs aus. Im gleichen
Fahrgestell ist auch ein 800er-Modell und die
Paris-Dakar-Version mit großem Tank und Reiseausstattung
lieferbar.
R100GS Paris-Dakar
Ab dem Modelljahr 1991 tragen die R80GS und R100GS die
gleiche Verkleidung wie die Version Paris-Dakar.
R100R / R80R
Straßenversion der GS-Enduro-Modelle in klassischem
Erscheinungsbild. Seit Herbst 1990 sind alle R-Modelle auf
Wunsch mit der Abgasnachverbrennungstechnik SLS
(Sekundär-Luft-System) erhältlich.
Quelle: Alle BMW
Motorraeder
Serienmaschinen seit 1923
BMW Kurzinformation
© 1994 BMW AG
Zeitstrahl
zurück1923 erlebt die von Chefkonstrukteur Max Friz entworfene R 32, das erste BMW Motorrad, beim Pariser Salon und auf der DAA in Berlin ihre Premiere. Sie weist bereits alle charakteristischen
Merkmale der BMW Zweizylinder -Maschinen auf: Quer eingebauter Boxermotor, angeblocktes Getriebe und Kardanantrieb im Doppelschleifen-Rohrrahmen.
1924 entwickelt Versuchsleiter Rudolf Schleicher aus dem Motor der R 32 einen ,,Sportmotor". Dieser wird in die R 37 eingebaut. Franz Bieber gewinnt damit die erste deutsche Straßenmeisterschaft für BMW.
1925 entsteht die erste
Einzylinder BMW, die R 39, mit 250 ccm Hubraum und 6,5 PS.
1926 gewinnt BMW Versuchsleiter Rudolf Schleicher bei der Sechstage-Geländefahrt in England eine Goldmedaille.
1928 erscheint mit der R 62 die erste BMW mit einem Hubraum von 750 ccm; bis 1973 ist dies zugleich die Hubraumgrenze nach oben.
1928 gewinnt Ernst Henne auf
einer BMW Rennmaschine die Targa Florio in Italien.
1929 stellt Ernst Henne auf der Ingolstädter Landstraße bei München mit 216 km/h einen Geschwindigkeitsweltrekord für Motorräder auf.
1935 führt BMW mit der R 12 die erste, hydraulisch gedämpfte Teleskop-Vorderradgabel im Motorradbau ein.
1936 wird ein kurbelwellengetriebener
Kompressor in BMW Rennmaschinen eingebaut; in der Sportmaschine R 5 erscheint ein völlig überarbeiteter Boxermotor mit zwei Nockenwellen.
1937 schraubt Ernst Henne den Geschwindigkeitsweltrekord auf 279,5 km/h.
1938 wird das 100.000ste Motorrad ausgeliefert.
1939 BMW Doppelsieg bei der ,,Senior-TT" auf der Isle of Man. Schorsch
Meier gewinnt auf der Kompressormaschine - als erster Ausländer auf einer nichtenglischen Maschine vor seinem britischen Markengefährten Jock West. BMW übernimmt das Werk Berlin-Spandau und die Produktion von Flugzeugtriebwerken von den Brandenburgischen Motorenwerken (Bramo
1941 entsteht das Wehrmachtsgespann R 75.
1945 Zeitweise Produktion von Garten- und
Küchengeräten in Berlin
1947 gewinnt Schorsch Meier - wie auch 1948,1949,1950 und 1953 - die Deutsche Straßenmeisterschaft.
1948 nimmt BMW mit dem 250 ccm-Einzylindermodell R 24 die Motorrad-Fertigung wieder auf.
1949 Bau von Werkzeugmaschinen und Motorradkomponenten in Berlin
1950 erscheint die R 51/2, das
erste Nachkriegs-Boxermodell.
1952 ist die R 68 das erste deutsche Serienmotorrad, das eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h (100 Meilen pro Stunde) erreicht.
1954 erringen Wilhelm Noll und Fritz Cron den ersten Gespann-Weltmeistertitel für BMW. Bis 1974 folgen weitere 19 WM-Titel für BMW Gespann-maschinen.
1955 Die Modelle R
26, R 50 und R 69 weisen das neue Vollschwingen-Fahrwerk auf.
1960 Präsentation des bis dahin schnellsten BMW Boxermodells: Die R 69 S erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h.
1967 Aufbau der Motorradmontage in Berlin, das erste BMW Motorrad aus Berlin rollt vom Band, eine BMW R 60/2
1969 werden die Modelle der /5-Serie
vorgestellt.
1973 entstehen die Modelle R 90/6 und R 90 S - die bis dahin mit 900 ccm hubraumgrößten BMW Motorräder.
1975 Das 100.000ste BMW Motorrad aus Berlin wird gebaut
1976 präsentiert BMW mit dem 1000 ccm-Modell R 100 RS die erste vollverkleidete Serienmaschine der Welt.
1978 entsteht aus der
Sportverkleidung der R 100 RS die Tourenverkleidung der R 100 RT
Gleichzeitig runden die R 45 mit 450 ccm und die R 65 mit 650 ccm das Modellangebot nach unten ab.
1980 führt BMW mit dem Enduro-ModeII R 80 G/S die Einarmschwinge am Hinterrad, den BMW Monolever, ein.
1981 gewinnt der Franzose Hubert Auriol auf einer modifizierten R 80 G/S die RaIlye Paris -
Dakar.
1982 erscheinen die 800 ccm-Modelle R 80 ST und R 80 RT.
1983 feiert die neue K 100-Reihe auf dem Pariser Salon ihre Premiere.
Im selben Jahr gewinnt Hubert Auriol zum zweiten Mal die Rallye Paris -Dakar.
1984 erhält die überarbeitete R 80 als Straßenmodell ebenfalls eine Einarmschwinge.
Der Belgier Gaston Rahier
gewinnt Paris - Dakar auf einer BMW.
1985 wird die K 75-Dreizylinder-Reihe eingeführt.
Mit 37104 Motorrädern meldet BMW einen neuen Produktionsrekord. Gaston Rahier wiederholt seinen Paris-Dakar-Erfolg.
1986 Basierend auf der R 80 erscheinen die R 100 RS und die R 100 RT auf vielfachen Kundenwunsch wieder im Programm.
1987
wird die hubraumstärkste Enduro auf dem Weltmarkt, die BMW R 100 GS, vorgestellt. Sie hat eine Doppelgelenk-Hinterradschwinge, BMW Paralever genannt.
1988 Als erster Hersteller der Welt bietet BMW in seinen K 100-Modellen ein ABS an.
Die R 100 GS ist mit 5865 Exemplaren das meistverkaufte Motorrad in Deutschland.
1989 Die K 1 mit 1000 ccm-Vierventilmotor
und 100 PS erregt mit ihrer aerodynamisch optimierten Sportverkleidung großes Aufsehen.
1990 Mit dem Sekundär-Luft-System SLS bietet BMW im Rahmen seiner Umweltoffensive eine Abgasreduzierung für alle Boxermodelle an.
1991 BMW bietet den ersten geregelten Motorrad-Katalysator an.
Die klassisch gestylte R 100 R erscheint als neues Straßenmodell und wird zum
Bestseller.
Mit der K 1100 LT führt BMW das erste Modell mit einem 1100 ccm-Motor ein.
Im Werk Berlin läuft das einmillionste Motorrad seit 1923 vom Band.
1992 Bei der 12700 km langen Rallye Paris-Kapstadt gewinnt Jutta Kleinschmidt die Damenwertung auf einer serienmäßigen BMW R 100 GS. BMW präsentiert auf der IFMA die K 1100 RS und die R 80 R.
1993 Zum
70. Jubiläum bringt BMW eine völlig neuentwickelte Boxermotorradgeneration: Das erste Modell ist die R11OORS. Mit der F 650 läßt BMW seine Einzylindertradition wieder aufleben.
1994 Die Enduro R 1100 GS und die Roadster-Modelle R 1100 R und R 850 R kommen auf den Markt.
Der BMW Enduropark in Hechlingen wird eröffnet.
1995 Mit der R 1100 RT gibt es nun auch
wieder ein Tourer Modell. Alle Vierventil-Modelle werden in Deutschland und einigen anderen Ländern serienmäßig mit geregeltem Katalysator ausgerüstet. Das 100.000ste BMW Motorrad mit ABS wird gebaut.
Zum ersten Mal verkauft BMW über 50.000 Motorräder.
1996 Die alten Boxermodelle mit Zweiventil-Motoren und die K 75-Reihe laufen aus. Mit der K 1200 RS wird das bislang stärkste Motorrad
vorgestellt. Die F 650 bekommt ein Schwestermodell, die F 650 ST.
1997 Mit der R 1200 C erscheint der erste Cruiser von BMW.
Auf der IAA in Frankfurt präsentiert BMW den C 1, ein zweirädriges Citymobil fürs nächste Jahrtausend.
Am 22. Februar feiert Ernst Henne seinen 93. und am 9. November Schorsch Meier seinen 87. Geburtstag.
Die Sparte Motorrad der BMW AG verzeichnet
ihr fünftes Rekordjahr in Folge - der Umsatz beträgt erstmals über eine Milliarde Mark.
1998 Am Neujahrstag 1998 geht erstmals wieder ein BMW Team an den Start der nunmehr 20. Rallye Paris - Dakar, 13 Jahre nach dem letzten BMW Sieg.
2000 Am neuen Montageband beginnt die Fertigung der F 650 GS in
Deutschland statt in Italien.
2001 Das 1.000.000ste BMW Motorrad - eine R 1150 RT - wurde in Berlin am 06.02.2001 produziert.
Quelle: Alle BMW
Motorraeder
Serienmaschinen seit 1923
BMW Kurzinformation
© 1994 BMW AG
Modelle
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| R 32 |
1923 - 26 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, sv, 8.5 PS |
| R 37 |
1925 - 26 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, ohv, 16 PS |
| R 39 |
1925 - 27 |
Zweiventil-Einzylinder mit 247 ccm, ohv, 6.5 PS |
| R 42 |
1926 - 28 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, sv, 12 PS |
| R 47 |
1927 - 28 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, ohv, 18 PS |
| R 52 |
1928 - 29 |
Zweiventil-Boxer mit 487 ccm, sv, 12 PS |
| R 62 |
1928 - 29 |
Zweiventil-Boxer mit 745 ccm, sv, 18 PS |
| R 57 |
1928 - 30 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, ohv, 18 PS |
| R 63 |
1928 - 30 |
Zweiventil-Boxer mit 735 ccm, ohv, 24 PS |
| R 11 |
1929 - 34 |
Zweiventil-Boxer mit 745 ccm, sv, 18/20 PS |
| R 16 |
1929 - 34 |
Zweiventil-Boxer mit 735 ccm, ohv, 25/33 PS |
| R 2 |
1931 - 36 |
Zweiventil-Einzylinder mit 198 ccm, ohv, 6/8 PS |
| R 4 |
1931 - 36 |
Zweiventil-Einzylinder mit 398 ccm, ohv, 12/14 PS |
| R 3 |
1932 - 37 |
Zweiventil-Einzylinder mit 305 ccm, ohv, 11 PS |
| R 12 |
1935 - 42 |
Zweiventil-Boxer mit 745 ccm, sv, 18/20 PS |
| R 17 |
1935 - 37 |
Zweiventil-Boxer mit 735 ccm, ohv, 30 PS |
| R 35 |
1937 - 40 |
Zweiventil-Einzylinder mit 342 ccm, ohv, 14 PS |
| R 5 |
1936 - 37 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, ohv, 24 PS |
| R 6 |
1937 |
Zweiventil-Boxer mit 597 ccm, sv, 18 PS |
| R 51 |
1938 - 40 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, ohv, 24 PS |
| R 66 |
1938 - 41 |
Zweiventil-Boxer mit 597 ccm, ohv, 30 PS |
| R 61 |
1938 - 41 |
Zweiventil-Boxer mit 597 ccm, sv, 18 PS |
| R 71 |
1938 - 41 |
Zweiventil-Boxer mit 745 ccm, sv, 22 PS |
| R 20 |
1937 - 38 |
Zweiventil-Einzylinder mit 192 ccm, ohv, 8 PS |
| R 23 |
1937 - 40 |
Zweiventil-Einzylinder mit 247 ccm, ohv, 10 PS |
| R 75 |
1941 - 44 |
Zweiventil-Boxer mit 745 ccm, ohv, 26 PS |
| R 24 |
1948 - 50 |
Zweiventil-Einzylinder mit 247 ccm, ohv, 12 PS |
| R 25 |
1950 - 51 |
Zweiventil-Einzylinder mit 247 ccm, ohv, 12 PS |
| R 25/2 |
1951 - 54 |
Zweiventil-Einzylinder mit 247 ccm, ohv, 12 PS |
| R 25/3 |
1953 - 56 |
Zweiventil-Einzylinder mit 247 ccm, ohv, 13 PS |
| R 51/2 |
1950 - 51 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, ohv, 24 PS |
| R 51/3 |
1951 - 54 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, ohv, 24 PS |
| R 67 |
1951 |
Zweiventil-Boxer mit 594 ccm, ohv, 26 PS |
| R 67/2 |
1952/54 |
Zweiventil-Boxer mit 594 ccm, ohv, 28 PS |
| R 67/3 |
1955 - 56 |
Zweiventil-Boxer mit 594 ccm, ohv, 28 PS |
| R 68 |
1952 - 54 |
Zweiventil-Boxer mit 594 ccm, ohv, 35 PS |
| R 50 |
1955 - 60 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, ohv, 26 PS |
| R 50/2 |
1960 - 69 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, ohv, 26 PS |
| R 60 |
1956 - 60 |
Zweiventil-Boxer mit 594 ccm, ohv, 28 PS |
| R 60/2 |
1960 - 69 |
Zweiventil-Boxer mit 594 ccm, ohv, 30 PS |
| R 69 |
1956 - 60 |
Zweiventil-Boxer mit 594 ccm, ohv, 35 PS |
| R 50 S |
1960 - 62 |
Zweiventil-Boxer mit 494 ccm, ohv, 35 PS |
| R 69 S |
1960 - 69 |
Zweiventil-Boxer mit 594 ccm, ohv, 42 PS |
| R 26 |
1956 - 60 |
Zweiventil-Einzylinder mit 247 ccm, ohv, 15 PS |
| R 27 |
1960 - 66 |
Zweiventil-Einzylinder mit 247 ccm, ohv, 18 PS |
| R 50/5 |
1969 - 73 |
Zweiventil-Boxer mit 496 ccm, ohv, 32 PS |
| R 60/5 |
1969 - 73 |
Zweiventil-Boxer mit 599 ccm, ohv, 40 PS |
| R 75/5 |
1969 - 73 |
Zweiventil-Boxer mit 745 ccm, ohv, 50 PS |
| R 90 S |
1973 - 76 |
Zweiventil-Boxer mit 898 ccm, ohv, 67 PS |
| R 100 S |
1976 - 84 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 70 PS |
| R 60/6 |
1973 - 76 |
Zweiventil-Boxer mit 599 ccm, ohv, 40 PS |
| R 60/7 |
1976 - 80 |
Zweiventil-Boxer mit 599 ccm, ohv, 40 PS |
| R 75/6 |
1973 - 76 |
Zweiventil-Boxer mit 745 ccm, ohv, 50 PS |
| R 75/7 |
1976 - 77 |
Zweiventil-Boxer mit 745 ccm, ohv, 50 PS |
| R 80/7 |
1977 - 84 |
Zweiventil-Boxer mit 797 ccm, ohv, 50 PS |
| R 90/6 |
1973 - 76 |
Zweiventil-Boxer mit 898 ccm, ohv, 60 PS |
| R 100/7 |
1976 - 78 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 60 PS |
| R 100 T |
1978 - 84 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 65 PS |
| R 100 RS |
1976 - 84 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 70 PS |
| R 100 RT |
1978 - 84 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 70 PS |
| R 45 |
1978 - 85 |
Zweiventil-Boxer mit 473 ccm, ohv, 27/35 PS |
| R 65 |
1978 - 85 |
Zweiventil-Boxer mit 649 ccm, ohv, 45/50 PS |
| R 65 LS |
1981 - 85 |
Zweiventil-Boxer mit 649 ccm, ohv, 50 PS |
| R 80 ST |
1982 - 84 |
Zweiventil-Boxer mit 797 ccm, ohv, 50 PS |
| R 80 |
ab 1984 |
Zweiventil-Boxer mit 797 ccm, ohv, 50 PS |
| R 65 |
1985 - 93 |
Zweiventil-Boxer mit 659 ccm, ohv, 27 PS |
| R 80 RT |
ab 1984 |
Zweiventil-Boxer mit 797 ccm, ohv, 50 PS |
| R 100 RT |
ab 1987 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 60 PS |
| R 100 RS |
1986 - 92 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 60 PS |
| R 80 G/S |
1980 - 87 |
Zweiventil-Boxer mit 797 ccm, ohv, 50 PS |
| R 65 GS |
1988 - 90 |
Zweiventil-Boxer mit 649 ccm, ohv, 27 PS |
| R 100 GS |
ab 1988 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 60 PS |
| R 80 GS |
ab 1988 |
Zweiventil-Boxer mit 797 ccm, ohv, 50 PS |
| R 100 GS Paris-Dakar |
ab 1990 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 60 PS |
| R 100 R |
ab 1992 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 60 PS |
| R 80 R |
ab 1992 |
Zweiventil-Boxer mit 798 ccm, ohv, 50 PS |
| R 100 RT Classic |
1994 - 96 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 60 PS |
| R 100 R Classic |
1994 - 96 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 60 PS |
| R 100 R Mystic |
1995 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 60 PS |
| R 100 GS Paris-Dakar Classic |
1995 - 96 |
Zweiventil-Boxer mit 980 ccm, ohv, 60 PS |
| R 850 R |
ab 1994 |
Vierventil-Boxer mit 848 ccm, ohv, 71 PS |
| R 1100 R |
ab 1994 |
Vierventil-Boxer mit 1185 ccm, ohv, 80 PS |
| R 1100 GS |
ab 1994 |
Vierventil-Boxer mit 1085 ccm, ohv, 80 PS |
| R 1100 RS |
ab 1993 |
Vierventil-Boxer mit 1085 ccm, ohv, 90 PS |
| R 1100 RT |
ab 1996 |
Vierventil-Boxer mit 1085 ccm, ohv, 90 PS |